Pfarrkirche St. Ulrich
Verabschiedung der Kirchenverwaltung
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Kirchenverwaltung
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Pfarrei St. Ulrich Wertach › Archiv

Neujahrsempfang der Pfarrei

Neue Kirchenverwaltung wurde vorgestellt und die ausgeschiedenen Mitglieder verabschiedet

Zum Neujahrsempfang der Pfarrei St. Ulrich hatte Pfarrer Franz Reiner, der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gottfried Metzger und der Kirchenpfleger Otto Hengge Bürger aus der Gemeinde Wertach eingeladen. „Nada de turbe – Nichts soll dich ängstigen“ unter dieses Leitwort hatten Pfarrer Reiner die Veranstaltung gestellt. In seiner Ansprache erklärte er, dass die Pfarrei im Umbruch sei. So wurde im November 2013 die neue Kirchenverwaltung (KV) gewählt. Drei Mitglieder der KV hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt und Pfarrer Reiner nutzte den Rahmen Renate Kammermeier, Ludwig Dietrich und Otto Hengge seinen besonderen Dank auszusprechen. Bei all den Projekten, wie Innen- und Außenrenovierung der Pfarrkirche oder der Erweiterung des Kindergartens, sei die Zusammenarbeit steht’s harmonisch verlaufen. Worte des Dankes gingen auch an die Pfarrsekretärin Erni Moder. Sie scheidet nicht nur als Protokollantin der KV aus, sondern wird demnächst auch als Pfarrsekretärin in den wohlverdienten Ruhestand gehen – die nächste große Veränderung. Für die vier gab es nicht nur lobende Worte sondern ein Geschenk der Pfarrei als kleine Anerkennung. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache erfuhren die Zuhörer dass bei der konstituierenden Sitzung „die Mannschaft der KV neu aufgestellt wurde“. Neuer Kirchenpfleger ist Edmund Angerer. Kassenwart und damit auch zuständig für Sing- und Musikschule ist Manfred Haslach. Hanni Knoll übernimmt den Bereich Kindergarten und Friedrich Göhl, der sich wieder zur Wahl gestellt hatte, ist verantwortlich für das Pfarrheim und den Kontakt zum Pfarrgemeinderat (PGR). Als neue Protokollantin der KV wird in Zukunft die „Nachwuchs – Pfarrsekretärin“ Ute Neuhauser fungieren. Nada de turbe gelte auch für die anstehende Veränderung die die Pastorale Planung der Diözese mit sich bringe. Geplant sei, dass 2 Priester und 1 hauptamtlich pastoraler Mitarbeiter für die Pfarreien Maria Rain, Mittelberg, Oy, Petersthal, Schwarzenberg und Wertach zuständig sind. Der Wohnsitz und das Haupt - Pfarrbüro des leitenden Pfarrers soll, wegen der zentralen Lage, in Oy sein. Das Wertacher Pfarrhaus bewohnt der 2. Pfarrer und hier soll auch ein Nebenbüro mit voller Ausstattung verbleiben. Wann die Veränderung greifen wird wisse man aber noch nicht „ Weder die Diözese noch der liebe Gott lassen sich in die Karten schauen!“ sagte Pfarrer Reiner. Mit einem Wunsch für das kommende Jahr schloss er seine Rede: „Seien wir keine Handtuchwerfer! Denn Handtuchwerfen ist der Lieblingssport der Pessimisten“.
Als zweiter Redner trat der scheidende Kirchenpfleger Otto Hengge an das Rednerpult. Er sage, „Vergelts Gott“ für das Präsent, die Möglichkeit des Mitarbeitens und vor allem für die gute Zusammenarbeit. In der KV sei man nicht nur zuständig für Finanzen, Gebäude und Personal, sondern auch für die Kindertagesstätte und die Sing- und Musikschule deshalb sprach er den Damen von Kindertagesstätte, Sing- und Musikschule sowie den Pfarrsekretärinnen Erni Moder und Ute Neuhauser und der Haushälterin Beate Fink seinen besonderen Dank aus. Abschließend berichtete er dass die Kirchenrenovierung, bis auf ein paar Kleinigkeiten, abgeschlossen ist. Für die neue KV stünden in der Zukunft die Sebastians-Kapelle und das Pfarrheim auf dem Plan.
Der neue Kirchenpfleger, Edmund Angerer, nutzte seine kurze „Antrittsrede“ um sich für das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Er wolle sein bestes Tun um die, in ihn gesetzten Erwartung, zu erfüllen.
Bürgermeister Eberhard Jehle beleuchtete das Leitwort „Nada de turbe – Nichts soll dich ängstigen“ von einer anderen Seite. Eine Umfrage belege das 51 % der Deutschen Abergläubisch sind. Wenn man sich überlege das die Zahl 13 als Top 5 der Aberglauben gelte, der Pfarrer seinen Neujahrsempfang auch noch am 13. Januar abhalte und die Zahl 2013 uns in den nächsten 352 Tag begleiten wird könne er alle beruhigen. „Ich habe noch keine Meldung gehört dass jemand sein 13. Monatsgehalt zurückgegeben hat. Das Jahr 2013 kann dann doch nicht so schlimm werden.“ meinte Bürgermeister Jehle. Anschließend berichtete er über das politische wirken im vergangen Jahr. Es sei ein gutes Jahr gewesen. Die prosperierende Konjunktur habe mehr Geld in die Haushaltskasse gebracht als geplant war. So könne mehr Geld in die Wasser- und Abwasserversorgung sowie in Grundstücke investiert werden. Durch einen Nachtragshaushalt von 1,5 Millionen Euro konnte nicht nur ein ausgeglichener Haushalt, sondern auch eine Schuldenreduzierung und eine Erhöhung des Rücklagenkapitals dargestellt werden. Mit der Lieferung der Marktwärme ist der Vertrags - Partner zwar etwas in Verzug gekommen. Dennoch sind 15 Wärmenehmer bereits an das Netz angeschlossen. Mit dem 2. Bauabschnitt, an der Schule, soll im Frühjahr begonnen werden. Die Grundstücke an der Grotte und Seebaldweg sind, bis auf eines, verkauft worden. Das Wassernetz der zentralen Wasserversorgung wird in Richtung Buronpark und Hinterreute erweitert. Der Bebauungsplan „nördlicher Wannenblick“, die Sanierung des Kriegerdenkmals und die Verbesserung der Zugänge und Treppen zur Kirche sollen in Angriff genommen werden. Breiten Raum im Jahr 2013 werden Gespräche über die Planung der Areals „Gasthof Engel“ und die weitere Maßnahmen zur Ortsgestaltung einnehmen. Herr Jehle versicherte, dass es sich bewusst sei, dass diese Gespräche mit einer großen Transparenz und Einbindung der Bürgerschaft stattfinden müssen. „ Wir brauchen sie in unserer dörflichen Gemeinschaft. Wo sie alle - jeder einzelne - irgendwo und in irgendeiner Weise sei es in Vereinen, in Organisationen im Ehrenamt in unserer Marktgemeinde tätig sind.“ betone Herr Jehle zum Abschluss seiner Rede.
Mit einer sehr emotionalen Rede wendete sich de PGR-Vorsitzende Gottfried Metzger an die Gäste. Er verglich das religiöse Leben mit dem eines Sportlers oder Musikers. „Ein Musiker der nicht übt und ein Sportler der nicht trainiert wird sein Ziel nicht erreichen“ erklärte er. Auch im Glauben sei ständiges Üben nötig. „Das Trainingslokal ist die Kirche. Die Trainingsanweisung gibt es im Gottesdienst, Das Lehrbuch ist die Bibel und das Spielfeld ist das Leben“. Beim Gottesdienst werde ein wirklich überzeugendes Programm geboten nur die Teilnehmerzahl sei entmutigend. Wie sollten Gesellschaftserhaltende Werte wie Treue, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft usw. vermittelt werden wenn am Sonntag nur 3 oder 4 Kinder zum „Training“ in die Kirche kommen. „Unser Pfarrer Reiner predigt hervorragend, lebensnah, immer bestens vorbereitet. Die Predigten beziehen sich jeden Sonntag ganz speziell auf uns selbst und unser zusammenleben. Man geht gestärkt und erfüllt nachhause“. Hier könnten Kinder die richtige Orientierung fürs Leben erfahren und Erwachsene sich immer wieder fit halten in Mitmenschlichkeit. Bei einer Befragung unter den PGR Mitglieder was man sich für das kommende Jahr von den Pfarrangehörigen wünsche seien unter anderem folgende Antworten genannt worden: dass die Eltern mit ihren Kindern mehr in die Kirche gehen - das die Gläubigen die Kirche nicht nur umarmen sondern auch hineingehen – das die Leute den Pfarrer nicht nur in der Wirtschaft loben, sondern ihre Anerkennung auch durch den Kirchgang bezeugen. „Wir alle sind Multiplikatoren in den Institutionen, in der Gesellschaft, in unserer Gemeinde. Jeder hat Verantwortung für die Weitergabe der christlichen Werte und Kultur in unserer Gesellschaft. Mühen wir uns die genannten Ziele zu erreichen“ appellierte an die Zuhörer.
Nach all den Ansprachen wurde das Büfett eröffnet und die Gäste nutzten ausgiebig die Gelegenheit zum Gespräch. Und die Klarinettenmusik mit Melchior Fischer, Hubert Guggemos, Gerhard Huber und Georg Stokklauser, die schon zwischen den Reden für die musikalische Umrahmung gesorgt hatten spielten noch ein Stück zum Abschluss.