Pfarrkirche St. Ulrich
Mauerschäden am Turm
Mauerschäden am Turm
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Kirchenrenovierung der Aussenfassade

Bericht von Pfarrer Franz Reiner zu den Renovierungsarbeiten vom Juli 2012 und Fotos der Renovierung akutalisiert am 30.10.2012

Es sieht gar nicht so gut aus ...
Bei näherem Besehen entdecken wir die Schäden an unserem Kirchturm im ganzen Ausmaß: Verwitterungen im Bereich der Schallfenster und der Kirchturmuhr (Bild 1) und Bauschäden im Bereich der Schindeln (2, 3), die zwischenzeitlich abgenommen wurden. Das Holzgebälk der Kirchturmzwiebel ist zum Teil morsch und verfault (4). Man fragt sich, wie lange hätte das Ganze noch gehalten. Nicht besser sieht unsere Kirchturmkugel aus (5). Da haben wir – zu unserer Verwunderung - eine ganze Reihe von Einschuss-löcher entdeckt. Originalton Spengler: „Dös war koi Specht!“ Ob diese Löcher mit ursächlich sind, dass der „Kaiserstiel“ - das oberste Holzbauteil des Kirchturms -, der Kugel und Kreuz hält, so kaputt ist wie auf dem Bild 6 zu sehen? Auch hier haben wir gerade noch rechtzeitig gehandelt.
Schauen wir nach vorn: Unsere Kirche bekommt mit der Sanierung auch eine neue Farbgebung (7). Sie zeichnet sich momentan schon ab. Die Schindeln am Kirchturm wird’s wohl nicht mehr geben, die Westseite unserer Kirche mit der kahlen großen Mauerwand bekommt eine Aufwertung dadurch, dass sie gegliedert und durch ein Medaillon aufgewertet wird. IHS wird auf dem Medaillon stehen. Dieses alte christliche Zeichen, das – wenn wir die Buchstaben griechisch lesen – die Anfangsbuchstaben für den Namen Jesus sind, oder auch als Anfangsbuchstaben gedeutet werden können für „Jesum Habemus Socium“ – Wir haben Jesus zum Begleiter. Ein Wort, das gut tut, gerade wenn man zum Friedhof geht oder vom Friedhof kommt. Er ist und bleibt unsere Hoffnung.
Was bleibt zu sagen: Wir sind froh und dankbar für eine jede Spende, die uns für die Renovierung unserer Pfarrkirche gemacht wird. Ihnen dafür ein herzliches Vergeltsgott!

Erkundung der Turmschäden am 31.05.2011
Mauerschäden am Turm
Offene Naht am alten Kupferblech
Die Zwiebel ist im inneren mit Holz ausgekleidet. Ein Loch im Blech führte zum Wassereintritt u. damit zur Fäulnis
Goldene Kugel unter dem Kirchturmkreuz mit Einschusslöcher
Hinter der ehemaligen Verschindelung verbarg sich eine zugemauerte Schalllochöffnung
Fehlendes Mauerwerk hinter der ehemaligen Verschindelung
Fehlendes Mauerwerk hinter der ehemaligen Verschindelung
Angefaulter Balken aus dem Bereich der ehemaligen Verschindelung
Verfaulter Balken aus dem Bereich hinter der ehemaligen Verschindelung
Abtransport der Kirchturmkugel 13.07.12
Verladen der Kirchturmkugel
Verfaulter Kaiserstil ohne Kreuz und Kugel
Die Schäden am Kaiserstil u.d. Kirchturmspitze konnten erst nach Öffnen des alten Kupferblechs erkannt werden
Reparierter Kaiserstil in der Kirchturmspitze
Reparierte Kirchturmspitze
Faules Balkenkreuz (im obersten Teil des Turms über der Laternenöffnung unterhalb der Kirchturmspitze)
Faule Balkenverbindung oberhalb der Laterne in der Kirchturmspitze
Faule Balkenverbindungen oberhalb der Laterne in der Kirchturmspitze
Faule Balkenverbindungen oberhalb der Laterne in der Kirchturmspitze
Morscher Holzkranz direkt unterhalb der Laterne
Morschre Holzkranz direkt unterhalb der Laterne
Sandstein-Erneuerung beim ehemals zugemauerten Schallloch
Sandstein Erneuerung beim ehemals zugemauerten Schallloch
Unter das neue Kupferblech wurde eine spezielle Dachpappe aufgebracht
Die Ecken und Kanten der Kirchturm-Zwiebel wurden mit speziellen Teilen abgedichtet
Die Rundungen der Kirchturmzwiebel verlangten einen großen zeitlichen Arbeitsaufwand
Der Antrieb einer Turmuhr
Die restaurierten Zifferblätter werden wieder angebracht
Neuer Kupferbehälter in der Kirchtumkuppel
Bei arbeiten mit Gold selbst die Spengler mit Handschuhen
Die Fa. Kranverleih Haslach hebt die goldene Kugel und dem angebrachten Kirchturmkreuz am 23.10.2012 auf den Kirchturm
Die Rückseite der Pfarrkirche vor der Erneuerung
Neue Rückansicht mit Medallion