Pfarrkirche St. Ulrich
Einzug der Trommler
Einzug der Trommler
Kirche mit Faschingsverein
Kirche mit Faschingsverein
Kirche mit Faschingsverein
Kirche mit Faschingsverein
Spalier des Faschingsvereins
Spalier des Faschingsvereins
Pfarrei St. Ulrich Wertach › Archiv

Gottesdienst mit Faschingsverein - ein besonderes Erlebnis

Es war beeindruckend was die Gottesdienstbesucher vergangen Samstag beim Vorabendgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ulrich in Wertach erlebten. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt und auch in den Seitengängen standen die Gottesdienstbesucher dicht gedrängt um bei einer Premiere dabei zu sein. Sie alle erlebten einen großen Einzug, der angeführt wurde von den Wertacher Trommlern, gefolgt von der Prinzengarde, den Vorständen des Faschingsvereins, dem kleinen und großen Prinzenpaar und Pfarrer Franz Reiner mit den Ministranten. Dies war eine Premiere die aus der Idee entstanden war eine Messe für die verstorbenen Mitglieder des Faschingsvereins abzuhalten und auch wenn die Gruppen in Kostümen und geschminkt an dem Gottesdienst teilnahmen hatte dieser definitiv nichts von einer Spaßveranstaltung. In seiner Begrüßung betonte Pfarrer Franz Reiner dass Kirche und Fasching ganz viel gemeinsam hätten. Beides wolle Freude vermitteln, froh machen und den Alltag vergessen lassen und deshalb freue er sich das so ein Abend möglich sei und das das Gotteshaus so voll sei wie normalerweise der Engel-Saal bei einem Faschingsball.
In seiner launigen Predigt, die Pfarrer Franz Reiner am Faschingswochenende traditionell in Reim Form und Dialekt vorträgt, erklärte er: „Es läuft in keinem Haus alles rund und keiner von uns ist immer gesund. Drum braucht´s zu jeder Zeit Humor, weil der wirkt wie ein Hilfsmotor. Und wie sagt doch ein Weiser Mann das es nichts besseres geben kann, nichts gesünder wär als dass zum machen: sich ab und zu mal krank zu lachen. Humor der reinigt unser Seel der ist für uns wie in Juwel, ein Ventil - macht´s leben leichter und stabil. So wie der Glaube für uns au, er macht aus grau ein himmelblau. Er gibt dem Leben Farbe und Freud er ist der beste Pharmazeut. Die Hoffnung die uns Jesus gibt uns neue Kraft verleiht. die hilft uns raus aus manchen Sorgen und nimmt euch auch die Angst vor morgen. Das eine sag ich heute gern: werft eure Sorgen auf den Herrn. Das hilft man muss es nur probieren und das beten wieder mehr riskieren.“ Für die gereimte Ansprache, in die auch zwei Geschichten mit eingebaut waren, gab es viel Applaus von den Anwesenden. Die anschließenden Fürbitten wurden von Vertretern der Garde, der Trommler und Faschingsprinzessin Sandra I. übernommen. Mit modernen Liedern und Klarinetten Stücken sorgte die Klarinetten Musik für den würdigen Rahmen des Gottesdienstes. Zum Abschluss der Messe dankte Pfarrer Franz Reiner dem Faschingsverein für die Bereitschaft an diesem Abend dabei zu sein und betonte dass es ihm viel Freude gemacht habe dass dies so möglich war. Sein Dank ging auch an die Klarinetten Musik die sich für das letzte Stück etwas Besonderes hat einfallen lassen. Zum Auszug zogen sie einen Hut und eine rote Nase auf und bauten folgenden Text ein: „Eiser Pfarrer isch luschtig, Klarinettar sind froh – mir sind koi Tiroler, mir deand bloß a so!“. Nach dem gemeinsamen Auszug bildeten Trommler, Garde und Bojazzel am Ulrichsbrunnen ein Spalier für die Gottesdienstbesucher denen die Begeisterung über das besondere Erlebnis ins Gesicht geschrieben war.