Pfarrkirche St. Ulrich
Firmung 2013
Firmung 2013
Pfarrei St. Ulrich Wertach › Archiv

Firmlinge machen mit Firmspender eine visuelle Bergtour

Firmung in St. Michael Mittelberg

Firmung, das ist nach der Taufe und der Kommunion, das Sakrament zu dem sich junge Christen selber entscheiden können und sollen. 55 Jugendliche aus den Pfarreien Oy, Maria Rain, Mittelberg, Petersthal, Schwarzenberg und Wertach hatten sich für den Empfang dieses Sakramentes entschieden und kamen am vergangenen Donnerstag, zusammen mit ihren Paten und Familien, in die Pfarrkirche St. Michael in Mittelberg um dort von H.H. Abt em. Emmeram Kränkel OSB gefirmt zu werden. Nach dem feierlichen Einzug der Ministranten, Pfarrer Roland Högner, Diakon Georg Lechleiter, Pfarrer Franz Reiner und dem Firmspender übernahmen Firmlinge die Begrüßung des Firmspenders. In seiner Festpredigt erklärte Abt Emmeram das man das Leben mit einer großen Bergbesteigung vergleichen könne und nahm die Gottesdienstbesucher mit auf eine visuelle Bergbesteigung. Zu einer solchen Bergtour gehöre die richtige Ausrüstung und anhand solcher Ausrüstungsgegenstände, die er in einen Rucksack packte, verglich er die Gegenstände und deren Symbolik mit dem christliche Leben und dem heiligen Geist. So dürfe Wasser als Durstlöscher auf keiner Wanderung fehlen und auch der Glaube sei im Leben notwendig um den Durst nach Sinn, Glück und Erfüllung zu Stillen. Einen Energieriegel der Kraft spenden soll verglich er mit der Kraft des hl. Geistes „Glauben ist in der heutigen Zeit nicht einfach – zum Glauben braucht man Kraft und Energie. Glauben heißt heute gegen den Strom schwimmen“ so Abt Emmeram. Als langjähriges Mitglied des Alpenvereins und erfahrener Kletterer erklärte er weiter, das ein Kompass im Rucksack nicht fehlen sollte „Gott hat uns einen solchen Kompass eingepflanzt. Dieser Kompass ist unser Herz und unser Gewissen und die Kompassnadel ist der Hl. Geist.“ Der Hl. Geist zeige dem Gläubigen immer den richtigen Weg. Mit einer Trillerpfeife kann man in Bergnot das Bergrettungszeichen abgeben. Ein solches Notzeichen haben die Gläubigen in Gott. Selbst wenn der Weg in die Irre oder in eine Sackgasse gegangen sei könne man in der Not immer zu Gott rufen. Zum Abschluss seiner Festpredigt gab Abt Emmeram den Jugendlichen mit auf den Weg: „ Der Lebens- und Glaubensrucksack ist gepackt. Ihr könnt euch auf den Weg zur Bergtour eures Lebens machen. Ich wünsche euch dazu Berg heil und Gottes Segen und hoffe dass wir uns einmal ganz oben auf dem Gipfel wiedersehen werden.“
Im Anschluss an die Predigt stellten sich die Firmlinge, zusammen mit ihren Paten, in Gruppen vor dem Altarraum auf um dort von H.H. Abt em. Emmeram Kränkel OSB das Sakrament der Firmung zu empfangen. Dabei hatte der Firmspender für jeden der Firmlinge noch ein paar persönliche Worte. Musikalisch wurde die Firmspendung von der „Band von St. Michael“ gestaltet. Sie sorgten mit ihren Liedern für den würdigen Rahmen des Festgottesdienstes.
Während des Gottesdienstes übernahmen die Firmlinge Aufgaben wie z.B. Lesung, Kyrie – Ruf oder Fürbitten und auch zum Ende der Messe durften sie, zusammen mit Pfarrer Högner, dem Firmspender ihren Dank aussprechen. Nach dem festlichen Auszug stellten sich Firmspender, Priester und die Firmlinge zum Gruppenfoto an der Kirchentreppe auf und für die Gottesdienstbesucher wartete im Kirchgarten ein kleiner Stehempfang, der von den Frauen des Seelsorgeteams vorbereitet worden war.

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